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Landbote 4. Feb. 2002
EINIGUNG ERZIELT
Sulzer zahlt an Freizeitzentrum
Sulzer Immobilien finanziert mit 1,5 Millionen Franken einen grossen Teil des Umbaus der Tempodromhalle im Tössfeld.
ldb
Dies teilen die Betreiber von Tempodrom und Block 37 in einem gemeinsamen Communiqué mit. Eine entsprechende Vereinbarung sei Ende letzter Woche unterzeichnet worden. Damit kann über dem Gokartrundkurs ein zweiter Boden eingezogen werden. Auf dieser 3000 Quadratmeter messenden Fläche wird sich der Block 37 mit all seinen Trendsportangeboten niederlassen. Die derzeitige Trendsporthalle Block 37 muss in Kürze einer Wohnüberbauung weichen. Der Umzug ist ohne Betriebsunterbrechungen für März geplant, und die Eröffnungsfeier am neuen Standort ist auf das Wochenende vom 5. bis 7. April angesetzt.
Landbote 8. Dez. 2002
TRENDSPORTHALLE BLOCK 37
Grosse Züglete im März?
Im März soll die Trendsporthalle Block 37 über dem Tempodrom einziehen. Die Bewilligung dafür steht aber noch aus.
Peter Fritsche
Skaten, Klettern, Beachvolleyball die Trendsporthalle Block 37 auf dem Sulzer-Areal bietet fast alles, was das Herz des Indoorsportlers begehrt. Und die Nachfrage steigt stetig: Nach Auskunft von Geschäftsleiter Roland Wittmann sind in diesem Jahr 51000 Eintritte verkauft worden, 5000 mehr als noch im Vorjahr.
Zählt man die kulturellen Veranstaltungen und Partys dazu, haben 85000 Personen die Halle aufgesucht. Der Umsatz ist um zehn Prozent gestiegen. «Ein absoluter Rekord», bilanziert Wittmann. «Finanziell gesehen leben wir sorgenfrei.» Weil die Winterthur-Versicherungen längs des Katharina-Sulzer-Platzes für 50 Millionen Franken Loftwohnungen bauen wollen, haben sich die Block-betreiber nach einem alternativen Standort umsehen müssen. Gefunden haben sie ihn im Tempodrom. Über dem Gokartrundkurs soll ein zweiter Boden eingebaut werden. Auf 3000 Quadratmetern soll ein ähnliches Angebot wie heute die Trendsportbegeisterten anlocken. «Es wird unter anderem Kletterwände geben, Beachvolleyfelder und einen Skaterpark», kündigt Wittmann an.
Als mögliche Neuerungen erwähnt er eine so genannte «Bowl» eine neuartige, überdimensionierte Holzschüssel für Skater oder ein Inlinehockeyfeld. Geprüft wird auch die Möglichkeit, ob Inlineskater die Gokartbahn ausserhalb der Betriebszeiten zum Fitnesstraining nutzen können. Auch sein kulturelles Engagement wolle der Verein Block 37 weiterführen, sagt Wittmann.
Streitpunkt Nottreppe
Geplant ist, anfangs des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten zu beginnen und Mitte März vom alten an den neuen Standort zu zügeln. Doch zuerst brauchts noch grünes Licht von den Behörden. Die städtischen Baubehörden und das kantonale Amt für Raumplanung sind über zwei Punkte noch nicht im Klaren: Ist die Nottreppe, die ausserhalb des Gebäudes vom ersten Stock ins Parterre führen soll zonenkonform oder nicht? Und: Ist die Stadt für die Treppe zuständig oder der Kanton?
Nach Auskunft des Tempodrom- betreibers Thomas Dinkel werden die Kosten für den Umbau zwischen einer Million und 1,5 Millionen Franken liegen. Die Firma Sulzer hat einen Beitrag an den Umbau zugesichert. Gemäss Dinkel wird zurzeit noch über dessen Höhe verhandelt.
Während des Umbaus soll der Betrieb in beiden Anlagen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. «Wir werden nur für kurze Zeit geschlossen haben», verspricht Wittmann.
Landbote 4. Sep. 2001
KLETTERWELTMEISTERSCHAFTEN IN WINTERTHUR
Dank Expo-Verschiebung in Sulzer-Halle
Als wäre sie Balletttänzerin in der Vertikalen, bewegt sich die Zürcherin Alexandra Eyer an der Kletterwand im Block37 aufwärts. Scheinbar mühelos und ohne Krafteinsatz bewältigt sie überhängende Passagen, fast 14 Meter über dem Boden.
Andri Bryner
Wettkampfklettern, trotz Seilsicherung auch Freiklettern «Freeclimbing» genannt, ist mehr als ein Sport. Es ist eine Lebensphilosophie mit drei Dimensionen in der Wand und einer vierten im Kopf. Eyer, zweite an den Schweizer Meisterschaften vor einer Woche, gehört zu den 14 Schweizer Teilnehmenden an den am Mittwoch beginnenden Kletterweltmeiterschaften in der Sulzer-Halle 53, der ehemaligen Grossgiesserei. Noch sind die Organisatoren des Schweizer Alpenclubs am Hämmern und Schrauben in der riesigen Halle, wo auch schon Chilbibetrieb lief oder grosse Firmenjubiläen gefeiert wurden. Die «Berge» sind aufgebaut aus Stahlrohr, der Fels sind Kunststoffplatten mit modellierten oder aufgeschraubten Griffen. «Unmöglich, die für die Weltbesten nötige Kombination von Schwierigkeiten in natura zu finden», sagt Urs Neu, technischer Leiter des Anlasses.
Schnell, geschickt und mit Köpfchen
Nach dem Eröffnungsanlass am Mittwochabend wird ab Donnerstag in drei Disziplinen geklettert. Im Schwierigkeitsklettern geht's nicht um die Zeit, sondern darum, in einer immer schwieriger werdenden Route so hoch wie möglich aufzusteigen. Statt Steigen passt für Laien besser Hangeln, denn die Wände für die weltbesten Spinnenmenschen sind längst nicht mehr senkrecht, sondern im Schnitt 45 Grad überhängend. Für Zuschauer attraktiv ist das Geschwindigkeitsklettern, wo ähnlich einem Skiparallelslalom zwei Gegner innert wenigen Sekunden an die Hallendecke klettern. Wer über beide Läufe schneller ist, kommt weiter, der oder die andere scheidet aus. Zum ersten Mal Weltmeisterschaftsdisziplin ist das «Bouldern». Die im Freien an grossen Felsblöcken, an den Meisterschaften in der Halle auch an künstlichen Wandteilen ausgeübte Spielart des Kletterns zeigt am besten, wie stark sich «Freeclimbing» von der Durchsteigung der Eigernordwand unterscheidet. Ohne Seil müssen hier in kleiner Höhe über weichen Matten einige wenige Kletterzüge absolviert werden, muss ein «Kletterproblem» gelöst werden. Sechs Mal sechs Minuten für sechs Probleme wer am meisten löst und am wenigsten Fehlversuche aufweist, wird Weltmeisterin oder -meister.
Dass Winterthur überhaupt WM-Austragungsort geworden ist, verdankt die Stadt der Verschiebung der Expo auf 2002. Vorgesehen war der Klettergrossanlass mit über 600000 Franken Budget nämlich in Biel, doch dort ist jetzt nur eine Baustelle.
Landbote 9. Aug. 2001
GOKARTRENNEN IM RAHMEN DES ZÜRCHER FERIENPASSES
Ferien(s)pass im Tempodrom
Die Gokartrennen des Zürcher Ferienpasses im Tempodrom sind ein Publikumsrenner.
MICHAEL SCHMITZ
Auch am Dienstag hat die Lust auf Rennkitzel wieder 20 Jugendliche ins Tempodrom geführt. Damit es auf der Rennstrecke nicht allzu eng wird, werden sie in drei Gruppen aufgeteilt. Schutzkapuzen und Helme werden gefasst, die Jugendlichen sehen aus wie kleine Formel-1-Stars. Dann geht's los. Einige verraten noch eine gewisse Unsicherheit mit ihrem Fahrzeug, das auf dieser Bahn immerhin mit bis zu 45 Stundenkilometern gefahren wird, und touchieren immer wieder mal die Leitplanken oder verbremsen sich. Andere dagegen fahren ihre Runden wie auf Schienen. Es gibt packende Positionskämpfe und spektakuläre Überholmanöver zu sehen.
Für Familien mit schmalem Budget
Der Zürcher Ferienpass ist ein Programm der Pro Juventute, das von der Stadt Winterthur mitfinanziert wird. Die Idee ist es, Jugendlichen und Kindern, die während der Sommerferien daheim bleiben, ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Ferienprogramm zu bieten. Laut Susanne Meier vom Büro für Quartierkultur und Freizeitaktionen der Stadt Winterthur wurde der Preis mit 28 Franken absichtlich tief angesetzt, um auch Kindern von weniger vermögenden Eltern die Teilnahme am Ferienprogramm zu ermöglichen. Das Angebot des Passes ist sehr reichhaltig: Er gilt während der ganzen Sommerferien als GA und berechtigt zum Gratiseintritt in Schwimmbäder, Fussballspiele, Museen und vieles mehr, unter anderem auch in den Block 37. Dazu kommen noch unzählige Zusatzangebote mit einer grossen Vielfalt an Themen wie zum Beispiel «Wie funktioniert ein Spital?» oder «Lerne richtig sichern und klettern!».
Eines dieser Zusatzangebote ist das Gokartrennen im Winterthurer Tempodrom, das noch drei Mal stattfindet, nämlich vom 13. bis 15. August. Das Angebot ist äusserst beliebt, von allen Zusatzangeboten war es dieses Jahr als erstes ausgebucht. Die grosse Mehrheit der Teilnehmer sind Knaben, aber es hat doch auch einige Mädchen darunter. Auch Prisca, Deborah und Andrea haben den Weg ins Tempodrom gefunden. Allen dreien hat das Rennen sehr gefallen. Wieso haben sie mitgemacht? Die eine ist hier, weil sie Formel-1-Fan ist, die anderen zwei geben als Grund an, sie seien früher schon mal hier gewesen. Ihr sportlicher Erfolg war unterschiedlich. Während die eine auf die Frage, ob sie gut gewesen seien, mit einem «Neeiii!» antwortet, sagt die andere, sie habe fast das ganze Feld überholt und sei am Schluss Zweite geworden. Wäre sie nicht hinter einer Kollegin, die sie nicht überrunden konnte, festgesessen, hätte sie vielleicht sogar gewonnen.
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