Trendsporthalle Block

Winterthur, den 02.05.2004
Vier verschiedene Actionsportarten unter einem Dach - In einer grauen Sulzerhalle geben sich Adrenalinjunkies ein Stelldichein.
Einer der Macher
„Mein Job ist sehr vielseitig. Ich kann mich
dadurch, dass wir verschiedene Sportarten anbieten, mit mehreren Themen
beschäftigen. Skater, Kletterer, Beachvolleyballer und Gokartfahrer,
das sind ganz unterschiedliche Zielkategorien“. Nic Schwendeler hat
einen gewöhnlichen Job in einem aussergewöhnlichen Umfeld. Während
seines Betriebsökonomie-Studiums arbeitete er aushilfsmässig im
Tempodrom, seit einem Jahr macht er die Administration im Block. Auf
die Frage nach den schlimmsten Erlebnissen sagt er: „Hin und wieder
passiert im Rollerpark etwas, schlimme Unfälle hatten wir aber noch
nie“.
Die Geschichte
Der Block ist hervorgegangen aus dem Verein Block
37, einer von der Stadt unterstützten Skateboardhalle. Vor 2 Jahren war
die Eröffnung des neuen Blocks, nun in der ehemaligen Sulzer-Halle 192,
welche wie die meisten Gebäude auf dem Gelände der Post gehören und von
der SulzerImmo vermietet wird. Die Halle 192 beherbergt seit etwa 9
Jahren das Tempodrom, wie sich die Gokartbahn nennt. Die neuen
Sportanlagen sind auf einem herein gezogenen zweiten Boden
untergebracht. Auf allen Anlagen finden auch Wettkämpfe statt.
Die Eindrücke
Von aussen deutet nichts auf Sportlichkeit hin.
Öffnet man die Tür der maroden Fabrikhalle, findet man sich im Paradies
der Trendsportler. Eine eigene Welt, in der man die Welt draussen
beinahe vergessen könnte. Im ersten Stock befindet sich die Kasse mit
Cafeteria, von der aus man eine gute Aussicht auf die Sportanlagen hat.
Visuell dominieren die alten Stahlkonstruktionen und schaffen ein
industrielles Ambiente. Die Geräuschkulisse ist gewaltig. Quietschende
Gokarts, gesmashte Volleybälle und das Geräusch, das die
Skateboardfahrer machen mischen sich zum Konzert. Am ruhigsten ist es
bei den Kletterern, abgesehen von einem „Aller!“ eines Sichernden zum
Kletternden hin und wieder.
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 | | Klettern mit dem Sicherungsgerät Toppas |
Die Kletterwand
Die Indoor-Kletterwand hat zwischen
Schwierigkeitsgrad 4 und 9 alles zu bieten, nebst einem grossen
Boulderbereich, wo man ohne Seil üben kann und im Falle eines Sturzes
weich auf dicken Matten landet. Hier können sich die Kletterer auf die
Outdoor-Saison vorbereiten. Eine der Kletterwände lässt sich sogar
verstellen von Senkrecht bis überhängend. Alexandra Eyer, eine
erfolgreiche Wettcupkletterin, ist eine der Instruktoren im Block, und
es trainieren hier auch Cracks neben Beginnern, Hobbykletterern und ZHW
Studenten, welche am Donnerstagabend von 6 Uhr an gegen Hinterlegung
der Legi gratis klettern können, Kletterschuhe, Seil, Gstältli,
Instruktion inklusive.
Der Rollerpark
Auf der Skateboardanlage, Europas bester und
vollständigster ihrer Art, herrscht emsiges treiben. Das junge,
vorwiegend männliche Publikum, fährt auf allerlei Geräten mit Rollen
über die Rampen und Halfpipes. Das speziellste an dieser Anlage ist der
Pool mit einer Bowl, einer art aufgeschnittenen Kugel, ein Weltunikum.
Die Bretter wurden mit einer Spezialfräse hergestellt, sie sind rund
und stehen nicht unter Spannung. So können die Skater mit weniger Kraft
fahren. Die Besucher der Skateboardanlage kommen zum Teil von sehr weit
her. Oft finden Wettkämpfe statt, Videodrehs und Skatedemos, an denen
die Fahrer eines Teams ihr Können zeigen. Ein 360-Grad-Panorama findet
sich bei den Downloads.
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 | | Strandatmosphäre am Beachvolleyballfeld |
Das Beachvolleyballfeld
Das Beachvolleyballfeld hat richtigen Sand und
erlaubt das „Beachen“ das ganze Jahr über. Es ist das einzige
permanente Beachvolleyballfeld der Schweiz, und deshalb zumindest im
Winter ständig belegt. Spieler die an der Weltspitze mitspielen
trainieren manchmal hier wie die Laciga-Brüder oder Heuscher/Kobel, und
viele Beachvolleyballer halten sich hier im Winter fit.
Die Kartbahn
Die Gokartanlage dominiert die Halle. Gefahren
wird mit Strom, was aber nicht heisst, dass die Gokarts weniger schnell
als ihre Verbrennungsmotor-Brüder sind. Das Quietschen der Reifen in
den Kurven gibt einem eine Vorstellung der Fliehkräfte, welche auf die
Fahrer wirken. Viele Firmen veranstalten hier Rennen, und die Sieger
dürfen auf das stilechte Siegertreppchen.
Das Gokartgeschäft ist das einträgliche beim Block, die anderen Anlagen
sind stark anfällig auf Verschmutzung, und die Reinigungs- und
Reparaturkosten machen den Betrieb beinahe zur Nullrechnung.
Andere Angebote
Für diejenigen, welche nicht den ganzen Körper
einsetzen wollen zum Sport treiben gibt es verschiedene
Autorennsimulatoren und eine Slotcarbahn, eine art überdimensionaler
Carrera-Bahn von 30 Metern Länge, auf der Rennen zwischen bis zu acht
Teilnehmern ausgetragen werden können. Auch diese Anlage ist
professionell, und es werden auch Meisterschaftsrennen auf ihr
gefahren.
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